Erzählcafés ‚Der Start ins Leben‘

zuhören, sich austauschen, voneinander lernen

Die Erzählcafé-Aktion am Internationalen Frauentag 2015 in Siegburg

Erzählcafé Siegburg, 8.3.2015

Hier einige Zitate vom Erzählcafe 'Der Start ins Leben' in Siegburg:

Ethnologin im DFG-Forschungsprojekt ‚Grenzerfahrungen‘: „Trotz des schönen Frühlingswetters war der Raum gut gefüllt und der Kuchen hat gerade so gereicht. Die Atmosphäre war so positiv und alle haben anscheinend gerne und offen erzählt. Ich hatte den Eindruck, in einer richtig solidarischen Frauen-Gemeinschaft gelandet zu sein.“

50er Jahre:
„Wir hatten ja keine Erwartungen, deshalb waren wir auch nicht enttäuscht.“

„Das waren Klinikgeburten ohne Aufklärung und Kaiserschnitt war kein Thema.“

„Erst beim 2. Kind hab ich gedacht, das Schreien lasse ich mir nicht mehr verbieten!“


 

60er Jahre:
„Es gab noch kein Rooming-in. Gestillt wurde alle 4 Stunden und man begann ganz früh mit dem Zufüttern“.





 

70er Jahre:
2 Fehlgeburten vor den Geburten: „Das war so schrecklich. Es gab keine Möglichkeit darüber zu sprechen, über die Trauer“.

„Ich hatte zur Geburt (normal!) eine Durchtrittsnarkose und konnte mein Kind erst später sehen. Beim 2. Kind hat man mir einen Wehentropf angelegt, obwohl ich selbst Wehen hatte. Deshalb kam es zu einer Sturzgeburt, wieder in Narkose. Das Kind war schon angezogen, als ich es gesehen habe.“

„Beide Kinder sind ohne Grund eingeleitet worden. Verrückt, wie naiv und unaufgeklärt man war.“

Geburten ohne den Vater: „Bin ich noch frustriert drüber, dabei hätte er dabei sein können.“


80er Jahre:
„Geburtsvorbereitung oft nur bei Physiotherapeuten.“

„Nicht stillen hieß, keine gute Mutter sein. Auch dadurch entstand Stress.“






Heute:
„Ich wusste nichts über Geburt mit Hebamme oder dass man in der Schwangerschaft von einer Hebamme betreut werden kann.“

„Es gibt auch engagierte Krankenhäuser.“