Die Erzählcafé-Aktion

zuhören | sich austauschen | voneinander lernen

So viel zu Erzählen - 1. Erzählcafé über Geburt in Basel

Was haben Sie Neues als werdende Eltern angeschafft, geborgt, geerbt oder erlebt? War es vielleicht eine Wiege? Die Babytrage? Oder sind Kleider, die sie selbst getragen haben nun wieder zu Ihnen zurückgekommen? Die Frage „So viel Neues“ war das Thema des ersten Erzählcafés für den Lebensanfang in Basel, das die Krankenhausseelsorgerin Kerstin Rödiger moderierte. Dahinter stand die Idee und der Wunsch, den Erfahrungen rund um der Geburt endlich einen Raum zu geben. Es wurden ganz persönliche „Perlen“, also positive Erfahrungen, und auch Tränen benannt. Durch das gemeinsame Erzählen haben die Frauen an diesem Nachmittag zusammen an einem "Geschichtenteppich" gewebt.

Das Erzählcafé hat kein Ziel, es ist keine Therapiestunde, keine Beichte, aber auch kein oberflächliches Kaffeekränzchen. Am Ehesten ist das Ziel, durch den Blick zurück, den Blick nach vorne frei zu machen und zu weiten: Welche Erinnerung möchte ich für meine Zukunft hüten, welche lege ich bewusst zur Seite.

In diesem ersten Erzählcafé scheinen in zunächst fremden Geschichten Gemeinsamkeiten auf, als die Frauen von ihren Geburten erzählten. Auch wenn jede Geschichte ganz anders und einmalig war, gemeinsam ist ihnen die Wucht der Erfahrung und die vielen damit verbundenen Veränderungen etwa am Körper, in der Partnerschaft, in der Lebensstruktur.

Besondere Perlen waren in diesem Zusammenhang die Antworten auf die Frage, was sie denn ganz Neues an sich selbst entdeckt haben: Die Frauen erzählten von ihrer Musikalität, das Singen und Summen von Liedern in allen möglichen Situationen und die Erkenntnis, dass Körper und Geist durch diese Geburt näher zusammen kamen